FAQ

Häufige Fragen rund um das Thema Schilddrüse

Wir sehen es als unsere Aufgabe, gewissenhaft und individuell zu überprüfen, ob eine Operation für Sie sinnvoll ist. Bis auf wenige Ausnahmen wie eine akute und aggressive Krebserkrankung ist immer Zeit, die OP individuell zu besprechen und zu überlegen, ob sie wirklich notwendig ist. Falls dies der Fall sein sollte, befinden Sie sich bei uns in den besten Händen. Wir führen jährlich 1.000 Operationen an der Schilddrüse und Nebenschilddrüse durch, was uns zu einem der führenden Spezialisten in NRW macht.

Die Operateure werden während des Eingriffs durch modernste Technik unterstützt, um so z.B. eine Beschädigung des Stimmbandnervs zu vermeiden bzw. eine bereits vor der Operation bestehende Beschädigung zu erkennen.

Die Funktionen der Schilddrüse und Nebenschilddrüse werden vor, während und nach dem Eingriff überwacht, so dass eine Störung rechtzeitig erkannt werden kann.

Dank unseres schonenden Eingriffs und des speziellen Wundverschlusses, bei dem ein gutes kosmetisches Ergebnis im Vordergrund steht, werden unsere Patienten in der Regel bereits am zweiten Tag nach der Operation entlassen

Üblicherweise wird die Wunde mit einem in der Haut versenkten auflösbaren Faden verschlossen. Der Faden wird nicht gezogen. Ihr Hausarzt wird die Fadenenden vier bis sechs Tage nach der Operation abschneiden. Eine besondere Wundpflege ist nicht erforderlich. Sollten Sie zu überschießender Narbenbildung neigen, kann dies nach der ersten Wundheilung (10 Tage nach der Operation) durch eine Wundpflege mit einem silikonhaltigen Gel, Salbe oder Pflaster vermindert oder vermieden werden. Diese Wundbehandlung sollte mindestens drei Monate andauern. Die Kosten werden nicht von der Krankenkasse übernommen. Duschen ist zumeist ab dem 2. Tag nach dem Eingriff möglich; Sie sollten jedoch für zwei Wochen Besuche im Schwimmbad oder in der Sauna meiden.

Sollten Sie nach der Entlassung eine deutliche oder zunehmende Wundschwellung (mit oder ohne Rötung) bemerken, wenden Sie sich bitte an uns. Eine leichte oder mäßige Schwellung durch Ansammlung von Wundwasser (Serombildung) ist zumeist völlig harmlos und wird binnen sechs bis acht Wochen spontan vom Körper resorbiert. Bei Wundrötung, Schmerzen und Fieber kommen Sie bitte direkt zu uns. Es könnte der sehr seltene Fall einer Wundinfektion vorliegen, die ggf. stationär behandelt werden muss!

Die Arbeitsunfähigkeit nach der Entlassung beträgt meist sieben bis 14 Tage (je nach Eingriff und individuellem Befinden, bzw. Art der notwendigen körperlichen Belastung). Sport können sie ca. eine Woche nach der Operation wieder treiben, Sie müssen aber etwa drei bis vier Wochen bis zur vollen Belastbarkeit einkalkulieren. Solange Sie nach der Entlassung eine Bewegungseinschränkung der Hals- oder Schultermuskulatur verspüren, sollten Sie nicht Auto fahren.

Je nach Ausdehnung des Eingriffs (Teil- oder vollständige Entfernung der Schilddrüse), benötigen Sie Schilddrüsenhormone. Damit diese richtig aufgenommen werden, müssen sie ca. eine halbe Stunde vor dem Frühstück auf nüchternen Magen eingenommen werden. Die Therapie mit Schilddrüsen- hormonen beginnt üblicherweise am ersten Tag nach der Operation, um Hormonschwankungen zu vermeiden. Ihr Hausarzt nimmt die Feineinstellung vor und kontrolliert die Schilddrüsenwerte durch eine Bestimmung des TSH mittels Blutentnahme. Die erste Kontrolle sollte vier bis sechs Wochen nach der Operation erfolgen. Die richtige Einstellung kann unter Umständen langwierig sein – haben Sie bitte Geduld.

Sollten Sie nach der Operation mit weiteren Medikamenten wie Kalzium und Vitamin D entlassen worden sein, liegt eine Nebenschilddrüsenunterfunktion vor. Diese ist meist vorübergehend. Sie äußert sich in einem niedrigen Kal- zium- und Parathormonwert im Labor. Da sich die Nebenschilddrüsenfunktion unterschiedlich schnell erholt, sind regelmäßige Kontrollen notwendig. Entsprechend kann dann die Dosierung von Kalzium und Vitamin D reduziert und schließlich ganz abgesetzt werden. Nur in weniger als einem Prozent der Fälle müssen diese Medikamente dauerhaft eingesetzt werden. Symptome eines zu niedrigen Kalziumspiegels sind Kribbeln der Hände (oder/und des Gesichts) durch eine Übererregbarkeit der Muskulatur. Dann sollten Sie sofort eine Kalziumtablette einneh- men. Werden die Symptome stärker, etwa mit einer Fingersteifigkeit, kommen Sie sofort zu uns oder suchen Sie unverzüglich einen Arzt auf!

Bitte zögern Sie nicht uns anzusprechen, sollten Sie weitere Fragen rund um Ihre Behandlung in unserem Schilddrüsenzentrum NRW haben. Frau Kreutzer freut sich auf Ihren Anruf.

Kontakt

Katharina Schwarz

Klinik für endokrine Chirurgie
Rheinland Klinikum
Lukaskrankenhaus Neuss

Preußenstraße 84
41464 Neuss

Telefon: 02131 / 888 – 30 23
E-Mail: akreutzer@lukasneuss.de